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Global: Zum Internationalen Frauentag – Eine von zehn Frauen ist arm

Meldung vom 15.03.2024

Am 8. März jährte sich wieder der Internationale Frauentag. Grund genug auf zahlreiche Missstände aufmerksam zu machen. Laut der Organisation UN Women bringen Kriege und Krisen weltweit die Errungenschaften jahrzehntelanger Arbeit an der Gleichstellung der Geschlechter zum Einsturz.

Kriege und Krisen weltweit lassen die jahrzehntelange Arbeit an der Gleichstellung der Geschlechter wieder zurückfallen – das mahnt die Frauenorganisation der Vereinten Nationen, UN Women, am Internationalen Frauentag an. Zehn Prozent der Frauen fristen demnach weltweit ein Dasein in extremer Armut und müssen von weniger als 2,15 US-Dollar pro Tag leben.

In Konfliktgebieten ist das Risiko, dass Frauen in extreme Armut geraten, 7,7 Mal höher als bei Männern. Vor diesem Hintergrund appelliert die UN-Organisation an ihre Mitgliedstaaten, sich erneut für die Stärkung der Rechte und die Gleichstellung von Frauen einzusetzen.

Laut UN Women sind nicht nur anhaltende Konflikte weltweit Auslöser für die Verschlechterung der Lage von Frauen, auch der Klimawandel sei ein wichtiger Grund und lasse die Armutslücke zwischen Männern und Frauen weiter auseinander klaffen. „Der Wettbewerb um knappe Ressourcen verschärft sich, Lebensgrundlagen werden bedroht, Gesellschaften werden stärker polarisiert und Frauen tragen eine immer schwerere Last“, lautet es in einer Pressemitteilung.

Die Zahl der Frauen und Mädchen, die in Konfliktgebieten in extreme Armut gestürzt sind, hat sich der Organisation zufolge seit 2017 verdoppelt, mittlerweile sind es mehr als 614 Millionen. Durch den Klimawandel würden bis 2030 voraussichtlich 236 Millionen mehr Frauen und Mädchen hungern als bisher, bei Männern beträgt der vorausgesagte Anstieg 131 Millionen. Weiterhin ringt man mit dem Phänomen der Arbeitslosigkeit bei Frauen: Im Haupterwerbsalter seien nur 61 Prozent der Frauen erwerbstätig, gegenüber 90 Prozent bei den Männern.

UN Women zufolge könnten mehr als 100 Millionen Frauen und Mädchen aus der Armut aussteigen, wenn Regierungen weltweit sich aktiv um Themen wie Bildung, Familienplanung, faire und gleiche Löhne und erweiterte Sozialleistungen kümmern würden. Finanzen müssten fließen in die Bereitstellung von Kindertagesstätten und Altenpflege, so die Organisation, mit solchen Maßnahmen könnten bis 2035 fast 300 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden.

Nach wie vor wird das Thema finanziell vernachlässigt: Programme zur Gleichstellung der Geschlechter machen nur vier Prozent der offiziellen Entwicklungshilfe aus. UN Women fordert Regierungen dazu auf, Gesetze und Richtlinien auf den Weg zu bringen, die die Rechte von Frauen und Mädchen untermauern, die etwa den Zugang von Frauen zu Land, Eigentum, Gesundheitsversorgung, Bildung und menschenwürdiger Arbeit zum Ziel haben.

Außerdem verlangt die Organisation eine Finanzierung von Netzwerken von Frauengruppen auf allen Ebenen. In erster Linie müssten Finanzierungprogramme für den Frieden geschaffen werden. In den Entwicklungsländern seien jährlich zusätzliche 360 Milliarden US-Dollar notwendig, um die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Frauen wieder voranzubringen. „Dies ist weniger als ein Fünftel der 2,2 Billionen US-Dollar, die weltweit im Jahr 2022 für Militärausgaben ausgegeben werden“, so die Aussage von UN Women.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Süddeutsche Zeitung“, sueddeutsche.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Frauen, Gender, Gleichstellung, Internationaler Frauentag, 8. März, Familienplanung, Rückschritt, Geschlchter, Erwerbslosigkeit, UN Women